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Das Dorf Krummenhagen gehört gemeinsam mit Negast zur Gemeinde Steinhagen und liegt 12 km südlich von Stralsund im Landkreis Vorpommern-Rügen. Da gewöhnlich viele Wege nach Rom bzw. Krummenhagen führen, gibt es neben zwei ausgezeichneten Straßenverbindungen über die B 194 auch einen gut ausgebauten Radweg (siehe unten). Von Stralsund kommend liegt rechter Hand der Borgwallsee und der Negaster Wald, nach der Ortsdurchfahrt Negast liegt linksseitig das Naturschutzgebiet “Krummenhäger See” und auf einer asphaltierten Straße erreichen Sie das Dorf Krummenhagen. Es liegt eingebettet im Naturschutzgebiet “Krummenhäger See”, “Zarrendorfer Wald” und “Abtshäger Wald”.
Historie 
1434 wird Krummenhagen erstmals im Dorfregister urkundlich erwähnt. Es lebten hier 12 Bauernfamilien. Infolge des Dreißigjährigen Krieges haben schwedische Kolonisten das Land erstmals kartiert und seine Wirtschafts- und Siedlungsstruktur ermittelt. 1838 wurden für Krummenhagen Besitz- und kommunale Pflichten festgeschrieben. So waren die Bauernfamilien zur Unterhaltung der Dorfstraße und der Dorfschule verpflichtet. Es gab zur Zeit noch 7 Bauernstellen, die jeweils ca. 30 ha bewirtschafteten. Während des 1. Weltkrieges haben russische Kriegsgefangene einen Damm durch den Krummenhäger See gebaut, die heutige Straße zwischen Negast und Krummenhagen. In der Nachkriegsperiode erlangte Krummenhagen nochmals Selbständigkeit mit einem Bürgermeister und eigener landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaft. Eine Hälfte des Krummenhäger Sees wurde trockengelegt und landwirtschaftlich genutzt. Durch Geld- und Materialspenden, aber auch durch freiwillige Arbeitsleistungen, wurde ein Kulturhaus gebaut. Erntefeste gehörten zum jährlichen kulturellen Leben. 1965 brachte die landwirtschaftliche Industrialisierung umfangreiche Veränderungen auch in Krummenhagen. Die sieben Bauernhöfe gaben auf. Damit ging auch der geistig-kulturelle Verfall einher. Eine Wende gab es Mitte der 1980er Jahre. Die kleinen krummenhäger Felder wurden zu einem Gemüseanbau vereint. Es kam zu einem Aufschwung im kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Familien zogen nach Krummenhagen. Teile der Dorfstraße wurden betoniert und ein Kinderspielplatz gebaut. Der Einzug der Marktwirtschaft 1990 brachte für Krummenhagen fatale Folgen. Der Hauptarbeitgeber, die LPG Steinhagen, wurde aufgelöst. Die Arbeiter wurden in die Arbeitslosigkeit entlassen. Wie soll es in Krummenhagen weitergehen?
1990... 
Nach 1990 war es vor allem der ÖBIK e.V., der das Leben in Krummenhagen aktiviert hat. Er hatte zeitweise bis zu 170 Beschäftigte, deren Arbeitsplätze durch das Arbeitsamt gefördert wurden. Aus dem Verein gliederten sich verschiedene Selbständige heraus, die vor allem in Krummenhagen aktiv sind, weitere kamen hinzu. Von der B194 kommend findet man als erstes die Gärtnerei “Steinreich” von “Agatha” Karl Prütting. Als nächstes ist linker Hand die Holzverarbeitung “OTTO”, gefolgt von der Lehmmanufaktur (www.lehmmanufaktur.de), die zusammen mit dem ÖBIK e.V. in der Lehmbauhalle untergekommen ist. Weiter in Richtung Dorfende kommt die Dachdeckerei Fitzner, gefolgt von der Keramikwerkstatt Ulrike Steinfurth. Davor auf der rechten Straßenseite finden wir Duft-Noten Ziolkowski, eine Seifenmanufaktur mit Laden für Wellnessprodukte und duftenden Geschenkartikel. Kurz vor dem Dorfende ist die Gaststätte Brauscheune “Rumpelstilz” (www.rumpelstilz-brauscheune.de) von Burkhardt Steinfurth. Um die Ecke befindet sich das Werbestudio “think blue” (www.think-blue.eu) von Sabine Scharath. Etwas abseits von Krummenhagen in einem ehemaligen NVA-Gelände hat die Ortsgruppe des Schäferhundevereins “Krummenhäger See” (www.krummenhaeger-see.at) ihren Übungsplatz. Daneben auf dem Offroad-Gelände drehen die Freunde des Motorsportclubs Nordvorpommern e.V.  www.msc-nordvorpommern.de) ihre Runden. (Für die Vollständigkeit der Anzahl der Selbständigen übernimmt der Verfasser der Zeilen keine Garantie.)
Ökologische Beschäftigungsinitiative Krummenhagen e.V.